Sonntag, 14. Februar 2016

Tod auf dem Kreuzfahrtschiff



Passagier 23

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Produktinformation
Artikelnummer: 978-3426199190
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer HC

Lieblingszitat
"Bei der Beerdigung ihrer Mutter hatte der Pfarrer gesagt, die Eltern würden erst dann sterben, wenn die Kinder nicht mehr an sie dachten. Er vergaß den umgekehrten Fall zu erwähnen, in dem die Eltern innerlich sterben, wenn ihnen nichts weiter als der Gedanke an ihre Kinder blieb."

Worum geht's?
Im Mittelpunkt steht der Ermittler Martin Schwartz, dem sein eigenes Ergehen nach dem Tod seiner Frau inklusive Sohn auf einem Kreuzfahrtschiff. Nun bringt ein unbekannter Anruf an genau diesen Ort des Schreckens zurück, denn der Teddy seines Sohnes wurde auf dem Schiff gefunden und wirft Fragen auf. Noch dazu steht ein Mädchen, was für Tod erklärt worden war, wieder auf. 

Wie war's?
Dies war mein erster Psychothriller. Bis jetzt habe ich mich nie an solche "Terrorschinken" gewagt, da ich ansonsten schon schreckhaft genug bin, doch da dieses Buch nun schon einige Zeit in meiner Audiblebibliothek herumirrt, dachte ich mir es wäre an der Zeit. 
Und entgegen meiner Vorurteile war ich mehr als positiv überrascht. Die Handlung schritt immer schneller weiter fort und es kam immer gehäufter zu Wendungen, die ich mir so nie hätte denken können, sodass der Spannungsbogen immer am Limit kratzte. Ebenso gaben die verschiedenen Erzählperspektiven noch weitere Einblicke in die Szenarien, die ansonsten doch recht verstrickt waren und halfen die Beweggründe besser nachvollziehen zu können
Doch auch die Hauptpersonen sind mir in den 10 Stunden Hören immer mehr ans Herz gewachsen, vor allem Frau Dobkowitz auf der einen Seite, wie sie in allem eine Attraktion wittert und Martin, der bis zum Ende wenig Gefühle und doch so einen raffinierten Scharfsinn besitzt, auf der anderen Seite.
Aber auch die Idee mit der eigens vorgelesenen Danksagung und dem sich schließenden Kreis des Prologs im Epilog war in meinen Augen einzigartig. 

Am meisten, muss ich jedoch zugeben, hat mich das Ende überrascht. Schon nach der "ersten" Aufklärung hätte ich nie mit solch einem Ergebnis gerechnet. Und doch kurz vor Schluss kommt noch einmal eine 180° Wendung. Selten hat mich ein Ende so überrascht. Zuletzt geschah dies bei Die rote Königin.  

Vielleicht werde ich nun in Zukunft doch mehr in Richtung Krimi gehen ;-) Aber mal sehen... 

Den einzigen "Kritikpunkt" sah ich in Lisa's Geschichte, da ich mit ihr weder ihrer Mutter in irgendeiner Mutter erwärmen konnte. Teils wahrscheinlich gewollt, doch meiner Meinung nach zogen sie die Handlung somit nur in die Länge und verhalfen lediglich am Schluss zur Zielführung.


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