Montag, 27. Juni 2016

Der netteste Teufel?!

Gina Damico



Max Mutter hat eine Herzkrankheit und ist Zuhause mit ihm ans Bett gefesselt. Er versucht nun mit aller Kraft, die Familie über Wasser zu halten, obwohl er doch nur ein ganz gewöhnlicher Streber ist. Doch dann widerspricht er seinen Prinzipien und klaut für seine Mutter eine Katze. Aus einem Loch seiner archäologischen Grabungen entsteigt ein Teufel. Dieser quartiert sich darauf sofort bei ihm ein, bis Max ein Haus für ihn stiehlt. Nicht wenig also, was Max zu bewältigen hat. Hinzu kommen noch die Gefühle zu Lore, die ihm in seiner Not helfen.

Wenn man den Kontext noch nicht genau deuten kann, sieht das Cover eher bedrohlich aus und auch der Titel würde auf ähnliches hindeuten. 
Leider musste ich immer mehr und mehr feststellen, dass es sich hierbei eher um eine Geschichte für eine jüngere Altersgruppe handelt. 
Zu Beginn habe ich versucht mich in irgendeiner Weise in die Lage der Charaktere hinein zu versetzen, doch von Kapitel zu Kapitel wurde dies erschwert. Die Entscheidungen wurden immer abstruser, sodass ich teilweise regelrecht schon eine Abneigung entwickelte. Mir war nicht ganz klar, wieso sich die Mutter so gesperrt hat, ins Krankenhaus über zu siedeln, da sich dadurch die Hauptzahl der Probleme geklärt hätten. Nein, sie blieb zu Hause und setzte ihren Sohn unter Druck, litt unter Stimmungsschwankungen und hatte keinen blassen Schimmer, darüber, dass in ihrem Haus Probleme vorherrschen,wie zum Beispiel auch unbezahlte Rechnungen etc. 
Nach dem Auftritt des Teufels wurde dieser Eindruck noch verstärkt. Der Teufel ist in jedem Zusammenhang so unberechenbar wie ein kleines Kind. In einem Moment benimmt er sich wie ein guter GFreund und dann fängt er an immer mehr und mehr zu verlangen. 
Lediglich Lore scheint für mich ein Charakter zu sein, der sehr pragmatisch handelt. Sie gibt nicht auf, sondern versucht es immer wieder erneut, den Teufel mit einem  Plan zu überlisten. 



Alles in allem habe ich das Buch recht schnell durchgelesen, da die Handlung so dahinfloss. Vor allem zum Ende hin gab es ein zwei spannende Szenen, die mich persönlich jedoch nicht ganz vom Hocker reißen konnten. Somit würde ich das Buch an eine jüngere Leserschaft empfehlen, die eventuell eher auf eine neue spannende Geschichte aus sind und eher eine Möglichkeit haben, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren.

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P.S.: Vielen Dank an die Randomhouse-Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar!


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